Lebenserwartung nach follikulärem Lymphom

Lebenserwartung nach follikulärem Lymphom

Zehn Jahre nach der Diagnose hat die Lebenserwartung wieder Normalmaß erreicht.

Mit diesen Mut machenden Worten beginnt ein Artikel auf der Webseite der Deutschen Krebsgesellschaft. Grundlage ist eine am 13.6.2017 veröffentlichte Studie der Spanischen ‘Lymphoma Oncology Group’.

Danach seien die ersten zwei Jahre nach der Diagnose “follikuläres Lymphom” von besonderer Bedeutung für eine positive Prognose. Hat eine Remission in dieser Zeit Bestand, d.h. kommt es innerhalb der ersten zwei Jahre nicht zu einem Rückfall, stehen die Chancen für Heilung gut (wobei “Heilung” hier nicht näher definiert wird).

Statistisch gesehen gleicht sich nach zehn Jahren die Lebenserwartung gegenüber gesunden Menschen an. Mit anderen Worten: Wer zehn Jahre nach der Diagnose  ohne Rückfall übersteht, hat statistisch die gleiche Lebenserwartung wie Menschen ohne follikuläres Lymphom. Man könnte auch sagen: Danach ist die Gefahr eines Rezidivs so hoch wie das allgemeine Risiko aller Menschen, an einem Lymphom zu erkranken. Das Sterberisiko der vormals Erkrankten war sogar noch etwas geringer als das derjenigen ohne Lymphom-Diagnose.

Im Artikel heißt es weiter:

In die Studie flossen die Daten von 1.074 Patienten ein, bei denen ein follikuläres Lymphom diagnostiziert worden war. Für die Studie rekrutiert wurden sie zwischen 1980 und 2013. Anschließend wurde der weitere Krankheitsverlauf beobachtet. Die Hälfte der Patienten war nach 19 Jahren noch am Leben.

 

Quelle

Provencio, M. et al.: Prognostic value of event-free survival at 12 and 24 months and long-term mortality for non-Hodgkin follicular lymphoma patients: A study report from the Spanish Lymphoma Oncology Group. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Juni 2017, DOI: 10.1002/cncr.30795

zitiert nach

www.krebsgesellschaft.de